Was hat sich in der 25-jährigenVereinsgeschichte getan?

Kurz zurück zur Historie:

Kaum war der Vertrag mit der Stadt zum Aufbau eines Heimatmuseums  unter Dach und Fach, dann ging es mit viel Schwung und persönlichem Engagement ans Werk.  Das Fachwerkhaus wurde zwar mit städtischen Mitteln finanziert, eine Vielzahl von Exponaten waren gestiftet, aber die Arbeiten für das gesamte Innenleben, der Großteil der Einrichtung zum Heimatmuseum leisteten die freiwilligen Helfer, Stifter und Spender.

Am 23. April 1994 wurde schließlich mit einem feierlichen Festakt das Hauenebersteiner Heimatmuseum eröffnet! 

Der gerade mal 6 Jahre junge Heimatverein hatte damit endlich sein erstes großes Projekt verwirklicht!

Die Erwartungen in das Projekt Heimatmuseum Haueneberstein und die Verantwortung dafür wurde immer größer.

Und ich darf heute rückblickend  sagen, dass wir uns stets dieser Verantwortung bewusst waren und dass wir uns immer Mühe gegeben haben, dieser Verantwortung auch gerecht zu werden. Seit nunmehr 25 Jahren arbeiten nicht nur die Vorstandschaft,  sondern auch Vereinsmitglieder und Freunde mit großem ehrenamtlichem Engagement an der Verwirklichung unserer  Vereinsziele.

Nur so konnten in unzählige Arbeitsstunden und mit enormen finanziellen Aufwand  im Heimat- und Kulturverein nicht nur das Heimatmuseum weiter entwickelt werden, sondern auch andere beachtenswerte Projekte verwirklicht worden.

 Und der Einsatz und die Arbeit haben sich gelohnt.

Ihnen allen, den Helferinnen und Helfern, gebührt  dafür großes Lob und Anerkennung und herzlichen Dank, den wir bei der späteren Ehrung nochmals zum besonders Ausdruck bringen werden!

Örtliche Traditionen, Sitten und Brauchtum anschaulich zu machen –diese Vorhaben haben mittlerweile im Heimatmuseum sowohl in den Ausstellungsräumen wie auch bei unseren  Aktivitäten  ein ansprechendes Forum gefunden

Während in den Anfangsjahren noch der Auf- und Ausbau des Heimatmuseums im Vordergrund des Vereinsgeschehen standen, wurde im Laufe der Jahre der Focus immer mehr auch auf den kulturellen Auftrag gerichtet und so kam es, dass Veranstaltungen wie

  • Mundartabende
  • Kultur in der Scheuer
  • Strickstube,  Töpfern und Porzellanmalerei
  • Kräuterbusch- und  Palmbinden
  • Osterbasteln und  Osterfeuer
  • kulturelle Tagesausflüge
  • heimatgeschichtliche Vorträge
  • Weihnachtsmarkt und Hof- und Eberbachfest
  • Fastnachts-Stubenabende
  • Herausgabe einer Ortschronik und weiterer Publikationen
  • Bauernmarkt und Flohmarkt
  • Künstlerausstellungen und Stubenabende

das Vereinsgeschehen heute maßgeblich prägen.

Unschätzbar wertvoll sind immer wieder die regelmäßigen kulturellen Veranstaltungen des Vereins.

Und um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen und auch die Tätigkeiten nach außen transparenter zu machen, wurde auf Beschluss der Mitgliederversammlung vom 22.05.1998 der Vereinsname geändert in „Heimat- und Kulturverein Haueneberstein e.V.“ und gleichzeitig auch eine Satzungsänderung vorgenommen.

Anstelle „Pflege des heimischen Kulturgutes“ wurde die Formulierung „Pflege und Förderung des heimischen und allgemeinen Kulturgutes und Durchführung von kulturellen Veranstaltungen“  in die Satzung aufgenommen.

Große Aufmerksamkeit widmet der Heimatverein den vielen steinernen Denkmälern aus alter und neuer Zeit. Hofkreuze sowie Bildstöcke wurden erfasst und in einem Büchlein  verewigt.

Zu den Werten, die auch Geld kosten, die aber finanziell gar nicht zu bemessen sind, zählen die herausgegebenen weiteren  regionalgeschichtlichen Beiträge, wie

  • Die vielen interessanten Heimatblätter
  • Publikation über die Mundart
  • Das Äberschder Kochbichel
  • und vieles mehr

 

An dieser Stelle scheint mir  ein ganz herzliches Dankeschön  angebracht den Verfassern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an unserer Publikationen.

Auch nicht vergessen wollen wir die Veranstaltungen, die  der Geselligkeit dienen und die Zusammengehörigkeit der Mitglieder und Helfer fördern und ich denke, derer gab es zu Genüge in den letzten 25 Jahren!

Mutig griff der Heimat- und Kulturverein auch viele andere und große – und auch kostenintensive - Projekte an.

Besonders zu erwähnen an diesem  heutigen Festakt ist die Herausgabe der Ortschronik.

Wir waren uns im Klaren darüber, dass wir ein Buch herausbringen  wollten, welches möglichst viele Leser anspricht, kurzum:

eine Ortschronik, für alle Hauenebersteiner und  Freunde unseres Dorfes in nah und fern.

Unser größtes Anliegen war es, dem Leser möglichst viele, -wissenschaftlich fundierte-  Informationen zu geben,   aus der Vergangenheit unseres Heimatdorfes und seiner näheren Umgebung.

Wir haben in dieser Chronik für unsere Nachkommen manches schriftlich  und bildlich festgehalten, was für das Wesen und den Charakter unsere Dorfes und seiner Bewohner uns durchaus überliefernswert erschien.

Kurzum:

Wir hielten es als Heimat- und Kulturverein für eine besonders wichtige Aufgabe mit dieser Chronik, das Wissen um Geschichte und Kultur  weiterzugeben.

Vielleicht werden manche unserer Nachkommen immer wieder gerne in unserer Ortschronik lesen. Sie werden erfahren, wie es in Haueneberstein war, bevor - und als -  wir lebten.
So wird vielleicht doch etwas von uns und unseren Vorfahren erhalten bleiben: nämlich Erinnerung!

Und sollte in ihr noch Dankbarkeit mitschwingen, wäre es mehr als wir erwarten dürfen!

 

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